33. Control – Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung

DGQ-DQS-Kundenforum auf der Control 2019
7. bis 9. Mai 2019

Veranstaltungsort:
ICS Internationales Congresscenter, Stuttgart, 1. OG, Raum C7.1

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Programm (zum Download)

Änderungen vorbehalten

Dienstag, 7. Mai 2019

10.30 Uhr bis
11.30 Uhr

Anforderungen der IATF 16949:2016 an die FMEA – Handlungsempfehlungen und Hilfsmittel

Die IATF 16949:2016 beschreibt die zusätzlichen Anforderungen aus Sicht der Automobilindustrie gegenüber der ISO 9001:2015. Hierin sind auch detaillierte Anforderungen an die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) sowie die Besonderen Merkmale enthalten. Im Rahmen des Vortrags werden die verschiedenen Anforderungen an die FMEA und die Besonderen Merkmale aus Sicht der IATF 16949 aufgezeigt und praxiserprobte Hilfsmittel zur Erfüllung der einzelnen Anforderungen vorgestellt

Ihr Referent
Dr. Alexander Schloske,
Senior Expert Quality, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart

12.00 Uhr bis
13.00 Uhr

Möglichkeiten und Grenzen der Qualitätssicherung bei Technischen Sauberkeitsprüfungen

„Technische Sauberkeit“ als Qualitätsmerkmal wird immer wichtiger. Die anhaftenden Schutzpartikel werden durch entsprechende Extraktionsverfahren entfernt und anschließend auf die geforderte Sauberkeit entweder gemäß VDA 19.1 oder gemäß diverser Werksnormen geprüft. Aber wie sieht es mit der Prüffähigkeit der angewendeten Extraktionsanlagen aus? In diesem Vortrag erhalten Sie einen Überblick zu dem fachlichen Hintergrund dieses wichtigen Qualitätssicherungsinstrumentes sowie über die Notwendigkeit einer Kalibrierung der verwendeten Extraktionsanlagen. Am Beispiel eines Kalibriernormales für die Überwachung der Prüftechnik Technische Sauberkeit wird aufgezeigt, wie Extraktionsanlagen auf höchstem Niveau kalibriert und Anforderungen der IATF 16949 sowie anderer Zertifizierungen wie etwa der ISO 9001 erfüllt werden können.

Ihr Referent
Dr. Alexej Kreider,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter Bereich Technische Sauberkeit und Schadenanalyse, RIO GmbH, Siegen

13.30 Uhr bis
14.30 Uhr

ISO 19011:2018 – Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen
Risiken und Chancen beim Prozessorientierten Auditieren

Die überarbeitete ISO 19011:2018 unterstützt Unternehmen wertschöpfende interne Audits oder/und aussagefähige Lieferantenaudits durchzuführen. Der ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 inhaltlich folgend, wird die „Prozessorientierung“ und das Thema „Chancen & Risiken“ in den Vordergrund gerückt. Der Vortrag vermittelt Erkenntnisse, wie sich Unternehmen dieser Herausforderung nähern können.

Ihr Referent
Andreas Ritter,
Auditor für die Regelwerke ISO 9001, ISO 14001 und BS OHSAS 18001/ISO 45001 bei der DQS GmbH. Neben der Planung komplexer Zertifizierungsverfahren und der Abwicklung von Audits führt er interne und externe Trainings/Schulungen/Webinare vor allem zu den überarbeiteten Normen durch.

15.00 Uhr bis
16.00 Uhr

Agile Methoden: Produkt 54

‚Produkt54‘ ist eine erfolgreich erprobte agile Vorgehensweise des DGQ-Fachkreises Qualität & Projekte. Hierbei handelt es sich um eine formblattgestützte strukturierte Vorgehensweise, bei der in einer moderierten Zusammenarbeit die gegensätzlichen Meinungen zweier Parteien zu einem Thema zu einer Lösung geführt werden. In diesem Vortrag erhalten Sie einen Überblick über die Methodik, die wesentlichen Randbedingungen sowie einen ersten Eindruck über die Anwendung dieser agilen Arbeitsweise. Dieser Vortrag kann auch als Einstieg in das Thema der Konfliktlösung mit agilen Methoden genutzt werden.

Ihr Referent
Dr. Jörg Rittker,
Bereichsleiter bei Dr. Fritz FAULHABER GmbH & Co. KG, Schönaich. Mehr als 20 Jahren im QM-Bereich verantwortlich tätig. Mitglied im Leitungsteam des DGQ/GPM-Fachkreis „Qualität und Projekte" und Trainer für QM-Lehrgänge.

Mittwoch, 8. Mai 2019

10.30 Uhr bis
11.30 Uhr

Digitaler Zwilling in der Fabrik der Zukunft –
ARENA2036 vom Produkt zur Produktion

Die Digitale Transformation verändert die Gesellschaft grundlegend und wir stehen erst am Anfang. Bereits heute führen neue digitale Technologien zu tiefgreifenden Veränderung im produzierenden Gewerbe. ARENA2036 ist der größte Forschungscampus in Europa und befasst sich mit dem Produkt und der Produktion von Morgen. Wie sieht eine durchgängige Prozesskette von Produktentwicklung bis zur Produktion aus? Wie kann während einer wandelbaren Produktion die Qualität sichergestellt werden und an welchen Stellen eigenen sich neue digitale Prozesse? Wie kann ein permanent aktuelles Abbild der Realität erzeugt werden, damit die Fabrik jederzeit optimal gesteuert werden kann? Welche digitalen Technologien sind heute bereits verwendbar, um Prozesse effizienter zu gestalten und sich gleichzeitig auf?

Ihr Referent
Dr. Denis Wohlfeld,
FARO Senior Innovation Manager und Koordinator für den "Digitalen Schatten" in ARENA2036

12.00 Uhr bis
13.00 Uhr

BigData und das Internet der Dinge in der Qualitätssicherung – praxisnah erklärt

In der Industrie 4.0 werden die Produktionsprozesse komplexer, die Kundenanforderungen höher und die Qualitätssicherung in der Produktion smarter. Als Nebenprodukt fallen große Datenmengen und Daten unterschiedlicher Formate an. Diese finden jedoch häufig keine Berücksichtigung in der Qualitätssicherung, da die Qualitätssicherung sich in der Regel lediglich auf Abweichungen zu vorgegebenen Standards oder Kennzahlen bezieht. Anhand moderner BigData-Methoden können diese verschiedene Formate in großen Mengen zeitnah strukturiert verarbeitet und zur Lenkung und Optimierung von Produktionsprozessen sowie zur Ergreifung qualitätssichernden Maßnahmen eingesetzt werden. Eine BigData-Methode ist u.a. die Strukturerkennung mittels maschineller Lernverfahren.

Ihr Referent
Ralf Zeidler,
Geschäftsführer und Datenanalyst des Freien Instituts für Datenanalyse. Er beschäftigt sich seit 2006 mit dem Thema Datenanalyse und der Entwicklung von hoch innovativen Algorithmen.

13.30 Uhr bis
14.30 Uhr

Richtig messen heißt richtig entscheiden – der Einfluss der Messunsicherheit auf die Qualität von Messergebnissen

Im Zusammenhang mit normativen (z.B. IATF 16949) und gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Produkthaftung) rückt in den letzten Jahren das Thema Messunsicherheit und Kalibrierung immer mehr in den Fokus. Ein Messergebnis ist ohne die Kenntnis der Messunsicherheit unvollständig. Die Kalibrierung des verwendeten Messmittels ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Bestimmung der Messunsicherheit und erfüllt die Forderung nach messtechnischer Rückführbarkeit.
Der Vortrag gibt Ihnen einen Einblick in die Ermittlung eines Unsicherheitsbeitrages und einen Überblick über die Unterschiede der Kalibrierrichtlinien (DAkkS, VDI/VDE/DGQ) sowie die Einflussnahme auf die statistische Prozessregelung (SPC).

Ihre Referentin
Ulrike Urban-Kreitewolf,
Leiterin der Abteilung Prüfmittelüberwachung und des DAkkS-akkreditierten Kalibrierlabors für Länge, Rio GmbH, Siegen

15.00 Uhr bis
16.00 Uhr

Von der Prävention zur schnellen Reaktion – wie neue Produktentwicklungen die QS auf den Kopf stellen

Zuerst war es Software, aber inzwischen werden viele Produkte unfertig an Kunden übergeben und während ihrer Nutzung aktualisiert. Sie werden im Feld durch Updates aktualisiert, durch Upgrades erweitert und mittels Patches geflickt. Viele Produkte sind inzwischen so komplex, dass es nicht mehr gelingt alle möglichen Fehler vorab zu antizipieren und abzustellen. Schnelle Reaktion ersetzt Prävention. Was heißt das für klassische QM-Methoden, wie die FMEA, welche sinnvolle Rolle können sie für solche Produkte weiterhin spielen? Benedikt Sommerhoff geht dieser und weiteren Fragen rund um die Paradigmenwechseln von PPAP zu agiler Entwicklung, von Prävention zu schneller Reaktion nach.

Ihr Referent
Dr. Benedikt Sommerhoff,
Leiter Innovation, Transformation und Themenmanagement,
DGQ e.V.

Donnerstag, 9. Mai 2019

10.00 Uhr bis
11.30 Uhr

Zertifizierte Informationssicherheitsmanagementsysteme in der Automobilindustrie – TISAX der Leitstandard als Blaupause für die Zukunft der Zertifizierung?

Im Vortrag werden Sie einen Überblick über den TISAX Standard der 'ENX Association' (Zusammenschluss europäischer Automobilhersteller, -zulieferer und Verbände) erhalten, sowie Einblicke in den zugrundeliegenden ‚Information Exchange‘. Nachdem Sie einen Überblick über die Innovativen Ansätze des Standards erhalten haben, diskutieren wir mit Ihnen die Frage, in wie weit hier ein Leitstandard geschaffen wurde, der das Potential hat als Blaupause für die Zertifizierungs-Industrie als Ganzes zu dienen.

Ihr Referent
Thomas Salvador,
Geschäftsführender Gesellschafter der QM Experts GmbH, einem auf die Automobilindustrie spezialisiertes Beratungsunternehmen für strategisches und operatives Qualitätsmanagement. Als Lead-Trainer bei BMW für die nationale Ausbildung von 1st und 2nd Party-Auditoren tätig und hält regelmäßig Fortbildungen für Automotive Auditoren. Seit 2017 Beratung von Automobilzulieferer im Bereich automotiver Informationssicherheits-managementsysteme (ISMS) insbesondere nach TISAX.

12.00 Uhr bis
13.30 Uhr

Exklusiv für DGQ-Mitglieder

Neuer Automobilstandard – Fluch oder Segen?
Was IATF 16949 für kleine und mittelgroße Lieferanten bedeutet

Im Herbst 2018 hat der neu aufgelegte Automobilstandard IATF 16949 die ISO/TS 16949:2009 ersetzt. Betroffene Unternehmen mussten handeln, um sicherzustellen, dass ihre Prozesse noch innerhalb der Übergangsfrist auch die neuen Forderungen erfüllen. Der neue Standard ist vor allem für kleine und mittlere Lieferanten eine Herausforderung und bei vielen ist der Transitionsprozess noch nicht abgeschlossen, sondern gerade erst angestoßen. Diese Situation, wird von OEMs und großen Lieferanten anders beurteilt als von kleinen Tier2-/ Tier3-Lieferanten.
Der Vortrag zeigt Erkenntnisse einer Studie auf, wie die KMU´s mit dieser Situation umgegangen sind und gibt Anregungen zur Umsetzung der IATF 16949 sowie Empfehlungen zu Erstzertifizierung und Folgeaudits.

Interessierte DGQ-Mitglieder melden sich bitte hier an >>

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Ihre Referentin
Gabriela Zimmermann,
Geschäftsführende Partnerin der Trainings- und Beratungsunternehmens ipu fit for success. Sie berät und auditiert seit vielen Jahren Unternehmen, insbesondere auch Automobilzulieferer.

14.00 Uhr bis
15.30 Uhr

Besondere Merkmale – systematisch ermitteln und durchgängig behandeln

Die Diskussion um „Besondere Merkmale“ ist in den letzten Jahren wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Im Rahmen des Workshops wird vermittelt, wie sich Besondere Merkmale systematisch von der Entwicklung ermitteln und durchgängig bis zur Produktion/Montage betrachten lassen. In diesem Zusammenhang werden leicht nachvollziehbare Regeln zur Verifizierung Besondere Merkmale in der Entwicklung sowie zur Prüfplanung für Besondere Merkmale aufzeigt. Des Weiteren wird gezeigt, wie sich die systematische Ermittlung und durchgängige Betrachtung der Besonderen Merkmale durch EDV-Tools unterstützen lässt.

Ihr Referent
Dr. Alexander Schloske,
Senior Expert Quality, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart